Archiv für Dezember 2014

Mi, 14.01.: CARAVELS / OCTAVES


Einlass: 21:00 Uhr
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 7 – 9 Euro

What happens in Vegas, stays in Vegas. Ein Glück, dass das bei CARAVELS nicht zutrifft. Zu schade wäre es doch, wenn der moderne Hardcore voller 90er-Screamo-Elemente und schwerfälligem Post-Rock-Epos-Sound nicht seinen Weg über die Grenzen der schrecklich-glitzernden Wüstenstadt geschafft hätte. Den Leitspruch „Mehr Delay geht immer!“ haben sich auch CARAVELS zu eigen gemacht und sind damit in einem Atemzug mit Hardcore-Bands zu nennen, die ihre Gitarren durch mehr Effektgeräte jagen als überhaupt Saiten an der Klampfe hängen. Kleine Gedächtnishilfe: TOUCHÉ AMORÉ, THE TIDAL SLEEP und so weiter. Vier Platten wurden seit 2006 mittlerweile auf Topshelf Records (THE SADDEST LANDSCAPRE, PIANOS BECOME THE TEETH) veröffentlicht, jetzt geht es erstmals auf Europa-Tour. Mit dabei sind OCTAVES aus Baltimore, die zwar auch beim selben Label am Start sind, aber musikalisch eine ganze Schippe mehr Chaos drauflegen. Die vertrackten, massiven Songs wecken die Geister der verblichener Pioniere BOTCH und Mathcore-Attacken lassen die irren DILLINGER ESCAPE PLAN auch nicht besser aus ihren Amps rattern.

Mi, 15.12.: DOWSING / KITTYHAWK


Einlass: 21:00 Uhr
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 6 – 8 Euro

DOWSING und KITTYHAWK sind praktisch das absolute Indie-Emo-Herzi-Pop-Tag-Team. Mit süßen Melodien inspiriert vom Midwest-Emo Sound der 90er, also Bands wie MINERAL, zuckern die Bands aus Chicago Gehörgänge. Hervorgegangen sind DOWSING aus dem Singer-Songwriter-Projekt Erik Hunter Czajas, der bis heute in den Songs des Quartetts ein sympathisch-fröhliches Nerd-Dasein aufleben lässt – so WEEZER-mäßig mit Hornbrille, you know. Schrulliger Humor (Plattentitel: „It’s Still Pretty Terrible“ – und das Cover erst!) trifft auf ungestüme Herzlichkeit. So stimmen DOWSING mit cleanen Power-Pop-Gitarren eine entzückende Hymne voller PMA nach der anderen an. Ebenfalls beim Szene-definierenden Label Count Your Lucky Stars am Start sind KITTYHAWK. Statt PIEBALD-Reminiszenzen, ist es vor allem Sängerin Kate Grubes warme Stimme, die im Ohr hängen bleibt – und die dezent-charmanten Orgel-Klänge, die sie ihrem Keyboard entlockt. Dreamy Indie-Pop at it’s best!

Sa 06.12.: DONOTS


Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:0 Uhr
Eintritt: Das Konzert ist restlos ausverkauft

So klein kommen wir nicht mehr zusammen! Für ihr 20-jähriges Jubiläum zieht es die DONOTS zurück in die ganz kleinen Läden – dahin wo der Schweiß von der Decke tropft. Fünf kleine, heiße, exklusive Konzerte spielen die Ibbenbürener im Dezember nachdem sie sich 2014 eher rar gemacht haben – von Abrissen vor Zehntausenden bei dicken Festivals wie Hurricane, Southside, Rocknheim mal abgesehen. Egal ob quer durch Europa, Japan oder zuletzt auf großer USA Tournee – in ihren 20 Jahren dürften die DONOTS ihre Verstärker mittlerweile in so ziemlich jeder Steckdose der Welt einmal eingestöpselt haben. Los ging es Mitte der Neunziger als melodischer Punk-Rock Skate-Parks und Walk-Mans (zurück)eroberte. Touren mit Blink-182, Millencolin, Deals mit Burning Heart, Co-Ops mit Fat Wreck Chords –Seite an Seite mit dem Who-Is-Who der Szene kommt 2001 mit „Pocketrock“ der Durchbruch und Kids in Baggy-Pants drehen durch. Ich sag nur: „We’re not gonna take it!“ Heute, Jahre später und mit den Platten „Coma Chameleon“, „The Long Way Home“ und „Wake The Dogs“, die sich breiter in Richtung Alterntive Rock aufstellen, im Rücken, zählen die DONOTS zu den renommiertesten deutschen Bands.