Archiv für September 2014

Do 04.10.: AFTERLIFE KIDS // LORD SNOW // KERRETTA


Einlass: 21:00 Uhr
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 6 – 8 Euro

LORD SNOW sind eine old-school Screamo Band aus Chicago. ORCHID, FUNERAL DINER, PG.99 – you know the deal. Musik, die klingt als würde einem die Haut abgezogen werden. Passenderweise kam die Platte auf Adagio830, das ebenfalls seine Finger bei der AFTERLIFE KIDS LP im Spiel hatte. AFTERLFE KIDS sind furioser 90er-Mosh-Whorship. Wer vor 20 Jahren bei LOXIRAN, ACME und Co. nicht dabei war, ZANN aber doch ganz geil fand, sollte reinhören. Kurios: Als dieses ganze Northcore-Ding vor zwei Jahrzehnten der Sound der Stunde war, lernten die Bengel gerade mal laufen! Kurzfristig nach einer Absage von MARAIS mit dabei: KERRETTA! Die Neuseeländische Post-Rock Sensation veröffentliche soeben ihr neustes Album „Pirohia“ auf Golden Antenna Records.

Do 18.09.: YEAR OF NO LIGHT // O (Kreis)


Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 20:30 Uhr
Eintritt: 8 Euro (VVK) / 10 Euro (AK)
VVK: Tickets --> Das Konzert ist nicht ausverkauft. Es gibt noch ausreichend Abendkasse.

Vergleiche mit Post-Metal Ikonen wie ISIS und NEUROSIS wehren YEAR OF NO LIGHT (YONL) immer wieder ab und sehen sich selbst eher in der (radikaler gelebten) Tradition von Shoegazern wie MY BLOODY VALENTINE. Die Wahrheit liegt, wie so oft, wahrscheinlich dazwischen. Zu sechst (drei Gitarren, zwei Schlagzeuge und diverse Synthesizer) fällt die Band mit ihren majestätischen, rein instrumentellen Songs in jedem Fall aus dem Rahmen. Mit Stücken, deren Spielzeit weit über zehn Minuten hinausgeht, fordert die um die Jahrtausendwende in Frankreich gegründete Band, nicht nur die Geduld ihrer Hörerschaft heraus, die imposanten Klangwelten, die alles was zwischen Ambient und Metal liegt, zu einer eigenwilligen Interpretation von Post-Rock vereinen, führen YONL regelmäßig auf renommierte Bühnen, wie zum Beispiel die des Roadburn Festivals. Nachdem „Auserwelt“ vor vier Jahren für den internationalen Durchbruch sorgte und mit einem Soundtrack zum Stummfilm-Klassiker „Vampyr“ die Königsklasse des Songwritings gemeistert wurde, veröffentlichten YONL kürzlich „Tocsin“. Ein Album, auf dem die Band wiedermal absolute Feinfühligkeit für die filigransten Klangquellen beweist und gleichzeitig aufwühlende, kolossale Monolithen heraufbeschwört. Ein Handwerk auf das sich auch O verstehen. Eine Band, deren konzeptioneller Charakter sich bereits im wortlosen Bandnamen äußert. O (Kreis) knüpfen an, an eine Tradition, zu deren internationalen Aushängeschildern Bands wie SIGUR ROS und GOODSPEED YOU BLACK EMPEROR gehören. Gerade erschien das zweite Album der Band aus dem Grenzgebiet zwischen den Niederlanden, Deutschland und Belgien, „Wehen Plants Turn Into Stones“. Getragen von einer entschleunigten, fast gespentischen Atmosphäre widmet sich das sechsköpfige Ensemble darauf bedächtigen Arrangements, die an aufwühlende Filmmusik der 70er, Ennio Morricone oder TANGERINE DREAM erinnern. Ein einzigartige Klangwelt!