Archiv für Juli 2014

Sa 09.08.: LOVE A // ANDALUCÍA


Einlass: 21:00 Uhr
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 7 Euro (VVK) / 8 Euro (AK)
VVK: Love A Shop

LOVE A – Poppers call it Punk, Punks call it Pop. LOVE A pendeln zwischen Punk, Indie und NDW, zwischen bissigem Zynismus, charmanten Melodien und emotionalen Hymnen, zwischen Rotz, Verbitterung und Herzlichkeit. LOVE A schaffen es die Leichtfüßigkeit des Pop mit der Reibung des Punk zu deckeln, schicke Gitarren drüberzulegen und damit irgendwie zwischen CAPTAIN PLANET, DACKELBLUT und TOCOTRONIC zu landen ohne sich auch nur im Ansatz bei einer diesen oder ähnlich gelagerten Bands musikalisch anzubiedern. Honoriert wurde diese Grätsche, die der Band sowohl mit dem Debut „Eigentlich“ und dem zweiten, ebenso nüchtern klingenden, Album „Irgendwie“ gelungen ist, mit wohlwollenden Rezensionen quer durch alle musikalischen Lager, abseits aller Fronten. Von Intro, über Visions bis Plastic Bomb, alle sind sich einig: Rücksichtslos ehrliche und schwermütige Texte („Hab‘ die Sehnsucht in Wodka ertränkt, damit sie mich endlich los lässt“) auf Papier zu bringen ohne den vorm endgültigen Wahnsinn rettenden Witz zu verlieren („ Herzlich willkommen auf der Hüpfburg der Dummen!“) und genügend Luft für verbale Ruppigkeit („There´s no escape from my neighborhood except for: Ich zünd sie an!“) zu besitzen, das hat es so großartig instrumentiert, lange nicht mehr gegeben. Die souveräne Wortakrobatik ruft die leider verblichenen TREND in Erinnerung und die tanzbare musikalische Blaupause lässt sich in bester „Damaged Goods“-Manier mit GANG OF FOUR entschlüsseln. Die bisher wärmsten Worte für das Noise-Duo ANDALUCÍA hat bisher Philipp Wulf (MESSER) verloren. Schwärmerisch sieht dieser das westfälische „Krachpop-Duo“ in der Tradition von DINOSAUR JR. und SONIC YOUTH, aber natürlich auch zeitgenössischen Aushängeschildern dieses spartanischen, aber dennoch erschreckend aufreibenden Sub-Genres des Rock zwischen Punk- und Indie-Ästhetik., wie NO AGE und JAPANDROIDS. Ein Juwel, melancholisch und euphorisierend zugleich ist das Debut „There Are Two Of Us“ dieser spannenden Band aus Münster.