Archiv für Juni 2012

Sa. 23.06.: LOMA PRIETA + WE HAD A DEAL + RISSE

Einlass: 20:30 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr
Eintritt: 7 Euro
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Erstes Highlight des von der AYC ausgerufenen Premium-HC Sommers 2012. Die Screamo Band LOMA PRIETA aus San Fransisco kommen im Anschluss an ihre fast 4 Monate andauernde Tour druch Australien, Neuseeland und den USA nach Europa und spielen in Darmstadt. Die aktuelle Platte der Band wurde von Deathwish Records veröffentlicht, dem Label von CONVERGE-Sänger Jacob Bannon, was neben dem Premium-HC Gütesiegel der Angeschimmelt Youth Crew, die einzig weitere Instanz in Sachen guten Geschmacks ist. LOMA PRIETA sind brachial, brutal, furios, hinkommen, selbst überzeugen und mit offenem Mund nach Hause gehen. Zu Gast werden außerdem noch WE HAD A DEAL sein, die letzten September schon bei uns gespielt haben und diesmal vielleicht ein paar Lieder ihrer neuen, bald erscheinenden, LP trällern werden, die auch wieder in der Schublade des melodischen Hardcore einzuordnen wäre. Eröffnen werden RISSE aus Aachen, die neue Band hat gerade ihr Demo rausgehauen und prügelt Powerviolence über die Verstärker, ein Lied dauert kaum länger als 60 Sekunden.


LOMA PRIETA


WE HAD A DEAL

RISSE

Di. 12.06.: TODOS CAERÁN + CAVALCADES

Einlass: 21 Uhr
Eintritt: 5 Euro
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Man muss die Feste feiern wie sie fallen. Es gibt ein, zwei Geburtstage zu feiern und wenn die an einem Dienstag bzw. Mittwoch sind, muss die Party in Form eines Konzertes eben unter der Woche steigen, dazu haben wir uns tolle Bands eingeladen. TODOS CAERÁN sind eine Screamo Band aus Edmonton, Kanada, die zusammen mit CAVALCADES aus Aberdeen, Schottland den Juni in Europa verbringen. Als Referenzen für den klassischen 90er Screamo von TODOS CAERÁN könnten FUNERAL DINER und THE SADDEST LANDSCAPE herangezogen werden, aber auch Freunde aktueller „Überflieger“ wie LA DISPUTE sollten gefallen am Sound der Band finden, der sich mit Worten so beschreiben lässt: Ruhige, melodische Passagen mit sehr filigranem Gitarrenspiel, die von chaotischen Überschlägen überrannt werden. CAVALCADES sind im Vergleich „entspannter“, die Schotten spielen schnellen Hardcore irgendwo zwischen Emo und Punkrock, der angenehm kraftvoll klingt und eine schöne melodisch, eingängige Kante birgt. Bei gutem Wetter wird im Hof gegrillt, kommt hungrig!


TODOS CAERÁN


CAVALCADES

Das IVI muss bleiben!

Das Frankfurter Kulturzentrum „Institut für vergleichende Irrelevanz“ im Kettenhofweg 130 befindet sich im Moment in einer äußerst prekären Situation. Das 2003 besetzte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde im Januar ohne das Wissen der Nutzer_innen und Bewohner_innen von der Universität an das Frankfurter Immobilienmanagement Franconofurt AG verkauft. Seitdem sehen sich jene Menschen im IvI ständigen Repressionen ausgesetzt: während Franconofurt zunächst jeglichen Kontakt zu den Nutzer_innen sowie einen möglichen Kompromiss ablehnte, werden nun die Maßnahmen deutlich rücksichtsloser. So haben Mitarbeiter der Immobilienfirma Strom und Wasser des bewohnten Gebäudes abgestellt und zudem noch die Eingangstür ausgebaut. Nur durch entschlossenes und solidarisches Verhalten der Nutzer_innen und Sympathisant_innen konnte ein weiterer Sachschaden verhindert werden. Mittlerweile hat sich zumindest der Anwalt von Franconofurt mit den Nutzer_innen in Kontakt gesetzt, jedoch nur, um weitere repressive Maßnahmen anzudrohen, sollte das IvI nicht in Kürze freiwillig verlassen werden. Doch nicht nur der neue Eigentümer des Hauses macht durch skandalöses Verhalten auf sich aufmerksam: auch das Auftreten der Universitätsleitung kann und muss als nicht tragbar kritisiert werden. Die mangelhafte Kommunikation mit den Nutzer_innen bezüglich des Verkaufs zeugt von der antidemokratischen Führungslinie des Universitätspräsidenten Müller-Esterl. Auch sein übergriffliches Verhalten während eines Interviews mit IvI-solidarischen Protestierenden darf nicht geduldet werden.

Das IvI ist seit vielen Jahren ein selbstverwalteter Raum für alle, die ihn nutzen wollen. Und so muss es auch bleiben! Viele Konzerte aller musikalischen Genres fanden hier statt. Besonders unkommerzielle Hardcore-, Punk-, und Indiebands sind auf ehrenamtliche Konzertveranstalter_innen wie zum Beispiel die Konzertgruppen show off oder echt bitter. in ebenfalls unkommerziellen Locations wie das IvI angewiesen. Doch neben den vielen kulturellen Veranstaltungen steht hier besonders politische Arbeit im Vordergrund: viele Seminare, Vorträge oder Workshops finden im Ivi statt. Besonders durch das Verdrängen der Kritischen Theorie aus dem Universitätsalltag darf es in Frankfurt nicht an Orten fehlen, in denen sich Menschen abseits von universitärer Wissenschaft bilden wollen.

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit den Nutzer_innen und Bewohner_innen des Instituts! Wir verurteilen das Verhalten der Universitätsleitung und der Franconofurt AG auf Schärfste. Das IvI ist ein überregional bekannter und beliebter Knotenpunkt für linke Politik, alternative Kunst und Kultur und kritische Wissenschaft und darf daher nicht zerstört werden. Somit setzen wir uns für den Erhalt des Instituts ein und fordern Universität, Franconofurt und die Stadt Frankfurt auf, sich aktiv um einen Erhalt zu bemühen und jegliches eskalatives Verhalten zu beenden.
Den Nutzer_innen und Bewohner_innen wünschen wir für die nächste Zeit viel Kraft und Erfolg.

Eure
Angeschimmelt Youth Crew

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